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Ausgabe 31

Feine Hilfen 31 COVER

François Robichon de la Guérinière war im 18. Jahrhundert überzeugt, dass der Trab „Grundlage aller Lektionen“ sei. Heute, drei Jahrhunderte später, kann man sich die Frage stellen, ob diese Ansicht noch auf unsere heutigen Pferde anwendbar ist, oder ob wir solch „alte Zöpfe“ besser abschneiden sollten. Schließlich sind Pferde heute im Vergleich zu den ausgesuchten Pferden des Königs von damals sehr unterschiedlich in Exterieur und Interieur. Darüber wie der Trab im Laufe der Geschichte für die Ausbildung genutzt wurde, berichtet Richard Hinrichs ab Seite 4.

Bei einer Umfrage auf Facebook, in der wir unsere Leser aufgerufen hatten, uns ihre Fragen zum Thema Trab zu stellen (lesen Sie die Antworten unserer Autoren ab Seite 54), kam auch die Frage um Sinn und Unsinn von Trabarbeit auf. Diese beantwortete übrigens François Robichon de laGuérinière damals schon selbst in seinem Werk „École decavalerie“: „(…) und wenngleich einige der alten und neuen Meister ohne Grundlage den Trab verwerfen, indem sie in einem stark verkürzten Schritt diese erste Flexibilität und Freiheit des Pferdes suchen, so haben sie sich geirrt; man kann diese einem Pferd nur vermitteln, indem man alle Federn der Maschine in Bewegung setzt.“ Weiter schreibt er: „Aber obwohl eine Sache in ihrem Prinzip ausgezeichnet ist, sollte sie nicht missbraucht werden, indem man ein Pferd jahrelang trabt. (…) Der Grund ist sehr einfach: (…) diese natürliche Kraft, die bei einem Pferd unbedingt bewahrt werden muss, ist verloren und erloschen in Erschöpfung und Mattigkeit, wenn eine Lektion zu heftig und zu lange fortgesetzt wird.“ Beide Extreme, die er hier nennt, kennen wir auch aus heutigen Diskussionen bezüglich „richtig oder falsch“.

Die Arbeit mit dem Pferd sollte allerdings niemals dogmatische Ansichtssache sein, sondern sich immer individuell nach dem jeweiligen Pferd richten. Unterschiedliche Ansätze und ein Blick über den Tellerrand können deshalb häufig hilfreich sein.

Einen nicht unerheblichen Beitrag zur Verbesserung des Trabes leistet natürlich auch unser Reitersitz. Deswegen haben sich Elaine Butler und Nicole Künzel für Sie intensiv mit dem richtigen Leichttraben und Aussitzen beschäftigt. In dieser Ausgabe finden Sie außerdem biomechanisches Hintergrundwissen, aber auch viele praktische Tipps unserer Autoren, wie Sie die Trabarbeit mit Ihrem Pferd abwechslungsreich und individuell gestalten und verbessern können.

 

Schwerpunktthema: Die Arbeit im Trab

 
Trab & Reitkunst
  • Über den Trab (Richard Hinrichs)
  • Ganz schön auf Trab gehalten (Marius Schneider)
  • Die Bedeutung des Schultrabes (Dr. Robert Stodulka)

Pferd & Trab

  • Gesund im Trab (Nicole Weinauge)
  • Mit Kraft um die Kurve (Cathrin Flößer)
  • Geheimtipp Cavaletti (Alexandra Jablonka)
  • Despacito – immer schön langsam (Leonie Bühlmann)
  • Der Trab beim Gangpferd (Kaja Stürenberg)
  • Leser fragen, unsere Autoren antworten (Agnes Trosse)
Trab & Reitersitz
  • Alles im Lot? (Nicole Künzel)
  • Keine leichte Übung- Das Leichttraben (Elaine Butler)
  • Leichttraben & Entlastungssitz (Martina Poley)
Pferd & Wissenschaft
  • Ist der Trog halb voll oder halb leer? (Sylke Schulte)
  • PSSM- wenn Gene Muskeln stören (Liza Gerber und Britta Vock)
Pferd & Persönliches
  • Mardi lernt! Arbeit mit Damensattel (Andrea Blochwitz)

 

Hier können Sie das Einzelheft als Print-Version bei CADMOS bestellen …

Erscheinungstermin ist Oktober 2018.

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